Gemeinde Laufersweiler im Hunsrück
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Aktuelles und Besonderes

Heike Dietzen und das neue Leben alter Bücher

Heike Dietzen aus Laufersweiler ist eine vielseitige Künstlerin, die bereits mit vielen Materialien gearbeitet hat.

Derzeit hat sie ihre Liebe zu alten Büchern entdeckt und lässt ihrer Kreativität freien Lauf.

Alte Bücher, die niemand mehr lesen will, erhalten unter ihren Händen neue, völlig überraschende Formen und bekommen so ein zweites Leben eingehaucht.

In Zeiten des coffee-to-go und der schnellen Kaffeemaschinen zeigen uns Heikes Kreationen den Charme von Omas gedecktem Kaffeetisch mit Sammeltassen und wunderschönen Kaffeekannen – und das alles aus alten Büchern gefertigt.

 

Zauberhafte Gebilde entstehen und lassen den Betrachter staunen. 

 

Am 31. April 2017 zeigte Heike ihre neuesten Werke stilecht bei einem leckeren Kaffeeklatsch im Kreise ihrer Freunde.

Heikes nie ruhende Fantasie und ihre besondere handwerkliche Begabung lassen Exponate entstehen, die nicht nur ihren Freunden, sondern einem größeren Kreis erschlossen werden sollten.

 

Darum zeigen wir hier einige ihrer zu neuem Leben erwachten alten Bücher.

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... nicht nur aus alten Büchern gelingen Heike die Kaffeekannen!

Auch mit Kuchenteig, Marzipan und buntem Tortenguss kriegt sie es hin. In diesem Fall für den Administrator unserer Homepage, weil sie sich so über den Beitrag zu ihren Kunstwerken gefreut hat.

 

Und lecker war sie auch - diese Kaffeekanne ist nicht mehr zu besichtigen.

 

Danke Heike!

 

Die Herstellung von "Brotrèmbscher"

 

Die alten Handwerkskünste, die früher von Generation zu Generation weitergegeben wurden, geraten immer mehr in Vergessenheit. Manchmal sieht man auf Kunsthandwerkermärkten oder historischen Veranstaltungen, noch Menschen, die sehr alte Handwerkstechniken beherrschen. Klaus Schneider aus Laufersweiler z. B. versteht sich auf die Kunst „Brotrèmbscher“ zu fertigen. Der überlieferte Name, der im heimischen Dialekt üblich war, so erzählt er, kommt aus dem Französischen und stammt noch aus der Besatzungszeit, frei übersetzt handele es sich dabei um ein Brotkörbchen. Vor mehr als 30 Jahren begann Klaus Schneider mit der alten Handwerkskunst. Seine Familie befeuerte damals noch regelmäßig den alten Backes in Laufersweiler und backte dort ihr Brot. Nach all den Jahren waren die „Brotrèmbcher“, in die der Sauerteig zum Gehen gefüllt wurde, morsch geworden und brachen auseinander. Dies war besonders ärgerlich, wenn frischer Teig darin war. Aus der Not heraus nahm sich Klaus Schneider vor, selbst welche herzustellen. Noch ganz vage konnte er sich daran erinnern, dass sein Großvater sich auf das Handwerk verstand und er dabei früher öfter zugeschaut hatte. Aber das war viele Jahre her und die Erinnerung lange verblasst. Er fragte die „Alten“ im Dorf aber niemand konnte ihm Auskunft geben. Das alte Handwerk war also, zumindest in Laufersweiler, ausgestorben. Fritz Ochs der damals Bürgermeister in Laufersweiler war, machte einen alten Mann in Rohrbach ausfindig, der ihm weiterhelfen konnte. Das meiste hatte er sich zwischenzeitlich durch bloßes Anschauen und Ausprobieren selbst beigebracht. Doch die Tipps des „Rohrbachers“ nahm er dankbar an. Schon bald waren die morschen „Brotrèmbscher“ durch 24 neue ersetzt. Mittlerweile hat Klaus Schneider an dem alten Handwerk Gefallen gefunden und fertigt seither aus Stroh und Span diese Brotkörbe. Zunächst zieht er los um Haselnussruten, die im Hunsrück noch überall wachsen, zu schneiden. Dann befreit er einen frisch geschnittenen Haselnussstock von der Rinde. Dieser wird dann um einen Jahresring angeschnitten bzw. eingekerbt. Ganz vorsichtig wird der Stock dann über’s Knie oder einen Schraubstock gebogen, bis sich durch diesen Biegevorgang ganz langsam der Span vom Stock löst. Damit der Span elastisch bleibt, wird er fingerfertig zum Kreis geflochten und in einen Topf mit Wasser gelegt, damit er nicht austrocknet. Später wird der Span dann egalisiert, das heißt, er wird so beschnitten, dass er von oben bis unter die gleiche Stärke und Breite hat. Bevor das Getreide geerntet wird, macht Klaus Schneider sich mit der Sichel auf den Weg und schneidet Roggenstroh. Es muss einwandfrei in Ordnung sein und darf keine Flecken haben, sonst kann es seinen hohen Qualitätsanforderungen nicht entsprechen. Denn das würde sich später auf das fertige Produkt auswirken. Jeden einzelnen Strohhalm putzt er säuberlich und schneidet ihn Keilförmig an. Erst jetzt, nach diesen umfangreichen Vorarbeiten, beginnt er mit der eigentlichen Arbeit. Mit Hilfe eines selbst gefertigten Werkzeuges, das Ähnlichkeit mit einer Nadel hat, bekommt der Span den Weg gebahnt. Zuvor hat er mit Span das Stroh umwickelt und formt es nun kunstvoll zu einer Schnecke. Damit der Brotkorb fest wird, fügt der Handwerker immer neue Strohhalme hinzu, die er in die Mitte des Strohbündels steckt, damit keine Ansätze und Enden zu sehen sind. Damit der Korb nicht eckig und kantig, sondern schön rund wird, ist eine geschickte Drehung nach der anderen erforderlich. Die Arbeit erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. „Die ersten Rèmbscher“, so erzählt er, „waren noch etwas holprig, doch im Laufe der Jahre wurden die Körbe immer besser.“ Auch entstanden neue Formen, die Idee für ein Modell kam sogar aus einem Bauernmuseum in Norwegen. Ein Ehepaar aus der Schweiz hatte ihm ein Foto davon mitgebracht. Die Körbchen werden längst nicht mehr „nur“ für den Brotteig verwendet, obwohl die Familie, mittlerweile im hauseigenen Backes, noch immer regelmäßig ihr Brot backt und der Sauerteig zum Gehen in die kunstvollen Körbchen gefüllt wird, bevor er später in den Ofen geschossen wird. Elfriede Schneider findet immer neue Verwendungsmöglichkeiten. Kaufen kann man die „Brotrèmbscher“ allerdings nicht, wer jedoch großes Glück hat, bekommt vielleicht zu einem besonderen Anlass eines davon geschenkt.

 

Denjenigen, die es selber versuchen möchten, hilft vielleicht die angehängte Bildergalerie. Viel Spass!

Text und Bilder: Gisela Wagner

Catherine Wirth

 

Catherine Wirth, eigentlich Katharina Walpurga Wirth, (* 23. März 1931 in Laufersweiler; † 2006 in Paris) war eine deutsche Schriftstellerin.

 

 

 

Leben

Katharina Walpurga Wirth stammte aus einer armen Hunsrücker Familie. Sie war die älteste Tochter von Wilhelm Wirth und Katharina Wirth, geborene Quint. Sie hatte noch drei weitere Geschwister. Bereits mit 14 Jahren, nach ihrer schulischen Ausbildung, arbeitete sie als Magd. Sie lernte den Franzosen Marcel Maufrais kennen, den sie am 4. Oktober 1949 heiratete. Am 12. Oktober 1949 zog sie mit ihrem Mann nach Frankreich und nannte sich von nun an Catherine Maufrais. Sie arbeitete als Altenpflegerin und erst als sie 1990 in Ruhestand ging, beschäftigte sie sich mit dem Schreiben und veröffentlichte ihre Werke unter dem Namen Catherine Wirth. Ihre Romane handeln von ihrer Heimat, dem Hunsrück, und ihrer Familie. Catherine Maufrais starb 2006 mit 75 Jahren in Paris.

 

Werke

  • Von der Kappelei nach Bärenbach. Autobiographischer Roman. Pandion Verlag, Bad Kreuznach 1997, ISBN 3-922929-69-9.
  • Die Feen vom Hexenhügel. Das Geheimnis eines Hunsrücker Quellchens. Pandion Verlag, Simmern 1998, ISBN 3-922929-78-8.
  • Familie Reich und ihr verdrehtes Rädchen. Hunsrückroman. Pandion Verlag, Simmern 2000, ISBN 3-922929-87-7.
  • Wohin ziehst du mich? Hunsrückroman. Pandion Verlag, Simmern 2001, ISBN 3-934524-22-2.
  • Im Schatten einer Liebe. eine wahre Liebesgeschichte. Pandion Verlag, Simmern 2001, ISBN 3-934524-24-9.
  • Hunsrück - made in USA. Hunsrückroman. Pandion Verlag, Simmern 2002, ISBN 3-934524-31-1.
  • Das Hiebsannchen. Das Leben einer Hausiererin aus dem Hunsrück; Roman. Pandion Verlag, Simmern 2004, ISBN 3-934524-42-7.

Quelle: Wikipedia Bild: Gisela Wagner

Sollte jemand weitere Informationen oder Fotos von Catherine Wirth beisteuern können, wären wir dankbar

Deftig und süß

Erika Stephan aus Laufersweiler hat ein neues Koch- und Backbuch unter dem Titel „Deftig und süß“  - Hunsrücker Rezepte und viel drumerum, herausgebracht. Ermutigt von dem großen Erfolg ihres Kochbuches „Pfeffer und Salz“ aus dem vergangenen Jahr, hat die Autorin sich entschlossen, ein zweites Buch zu veröffentlichen. Wie schon bei ihrem ersten Werk, ist es ihr wichtig, dass die traditionelle Hunsrücker Küche nicht in Vergessenheit gerät. Viele von den Vorfahren überlieferte Rezepte sind darin zu finden.  Sie ist stolz und glücklich ihre langjährigen Erfahrungen und Kenntnisse um das Wissen der Hunsrücker Küche weitergeben zu können. „Alles in meinem Koch- und Backbuch ist aus Erfahrung gelernt und hat sich im Alltag tausendfach bewährt“, sagt die Autorin schmunzelnd.  Sie versteht ihr Buch auch als kleines Lehrbuch, denn nicht nur die altbewährten Rezepte sind darin enthalten, sondern auch „Grundsätzliches aus der Küche“, so zum Beispiel: messen statt wiegen, Grundmengen-Angaben oder die kleine Kräuterkunde. Die Rezepte sind allesamt ohne großen Aufwand zuzubereiten und sind aufgrund der guten Erklärungen auch für Anfänger geeignet. Manche Rezepte, die im Hunsrück längst in Vergessenheit geraten sind, hat die Autorin aus Brasilien reimportiert. „Die Hunsrücker Vorfahren, die im 19. Jahrhundert nach Brasilien auswanderten, haben sie wie ein Schatz gehütet“, erzählt Erika Stephan, bei ihren brasilianischen Freunden, habe sie einige dieser uralten Rezepte wiederentdeckt und in ihr Buch aufgenommen. Ein Beispiel sind gefüllte Reibekuchen oder deftige Eierschmier. Im Buch gibt es Suppen, Gemüse- oder Hühnersuppe, Weinsuppe und Lauchcremesuppe, Fleisch- und Fischgerichte, vom Reh- oder Hirschbraten über das beliebte Jägerschnitzel bis hin zum Gulasch sowie Rinder- und Schweinerollbraten, enthalten sind auch reine vegetarische Rezepte, so zum Beispiel: Gefüllte Paprika, Brokkoli und Chinakohl-Auflauf oder Käsespätzle. Unter dem Kapitel Extras findet man „Hefekloß mit Kohlrabi und Rindfleisch“, den „Quetschekloß“ oder die Maibowle, ein anderes Kapitel widmet sich den „Einfachen Rezepten“. Dort gibt es Anleitungen für: Bauernfrühstück, herzhafte Blätterteigrolle, Eier in Senfsoße, Grießklöße, Milchsuppe mit „Mehlriwele“ oder „Karamell-Gutzja“. Die Zubereitung von Gelee, Marmelade und Saft wird ebenfalls beschrieben.  Erstmals widmet sich die Autorin auch Backrezepten. Die Herstellung von Biskuitrollen mit verschiedenen Füllungen, Banane, Schokocreme oder Beerenfrüchten, wird hier  ebenso beschrieben wie der legendäre „Quetschekuche“ mit Hefeteig, Gold- und Silberkuchen, Nusskuchen ohne Mehl, verschiedene Rührkuchen und als Hommage an Weihnachten Plätzchenrezepte wie Lebkuchen, Spritzgebackenes, Zimtsterne oder Zimtwaffeln, um nur einiges aus dem reichhaltigen Koch- und Backangebot zu nennen. Im neuen Buch sind alle Rezepte in hochdeutsch verfasst. Aber ohne Hunsrücker Mundart kommt die Autorin doch nicht aus, schließlich möchte sie die Muttersprache lebendig erhalten. So heißt eines ihrer selbst verfassten Gedichte „Moddasproch“, auch ein Gedicht zum Hunsrücker Fabelwesen „Dilldappes“ und einige zu den Rezepten passende Mundartgedichte sind darin enthalten und weil die Autorin eine leidenschaftliche Musikerin ist, gibt es auch passende Liedtexte mit Noten. Das Koch- und Backbuch, das im Pandion-Verlag erschienen ist, wurde erstmals am Samstag, 3. Dezember, 18.00 Uhr im Restaurant „Schatulle“ vorgestellt. Dazu wurden verschiedene Gerichte serviert. Beide Bücher und Infos gibt es direkt bei der Autorin: Erika Stephan, Telefon: 06543-3371 oder erika.stephan.43@icloud.com .

Text und Bild: Gisela Wagner

Neue Stifte braucht das Dorf .....

Auf einer Fahrt durch den Schwarzwald entdeckte das Ehepaar Hees einen überdimensionalen Haufen von Buntstiften.

Das gefiel ihnen so gut, dass sie beschlossen: Die Lauferweilerer brauchen auch neue Stifte.

Gesagt – getan!

Seit kurzem sind die Stifte im Park an der Ecke Kirchgasse/Flakweg zu bestaunen.

Die Heesens hoffen, dass wir alle viel Freude daran haben!

Die Wacholderheide von Laufersweiler

 

Innerhalb der Gemarkung Laufersweiler findet sich ein sehr wertvolles, seltenes und hervorragend gepflegtes Stück Kulturlandschaft: Unsere Wacholderheide.

Jeder Wanderer auf der Kappleifelsentour staunt über dieses aussergewöhnliche Stück Landschaft, das inmitten von Weide- und Ackerland unvermittelt auftaucht.

Es handelt sich um Reste eines Landschaftstyps, der früher auch für Teile des Hunsrücks bestimmend war, aber mit fortschreitender Industrialisierung der Landwirtschaft fast gänzlich verschwunden ist.

Hier kann man ein Stück vorbildlich renaturierter Wacholderheide mit den dazu gehörigen "Pflegekräften" - den Schafen von Karl-Heinz Knipp bestaunen. Herr Knipp ist der Pächter der Wacholderheide und pflegt sie mithilfe seiner Skudden und Pommerschafe in vorbildlicher Weise.

Heilpraktikerin, Hirtin und Autorin

Die Heilpraktikerin, Hirtin und Autorin Ute Braun lebt und arbeitet von Oktober bis Mai in Laufersweiler. Von Mai bis Oktober ist sie Hirtin auf einer Alp in den Schweizer Bergen. Über die Grenzen von Laufersweiler hinaus wurde sie bekannt als Autorin mehrerer Bücher, in denen sie ihre Erfahrungen als Hirtin, Kräuterexpertin und "Auszeit-Beraterin" beschreibt.

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