Gemeinde Laufersweiler im Hunsrück
Gemeinde Laufersweiler im Hunsrück

Aktuelles der ev. Kirchengemeinde

Feier zum Abschluss der Renovierungsarbeiten an der Evangelischen Kirche in Laufersweiler

(Text und Fotos: Gisela Wagner)


Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde der Hahn nach dem Ende der Renovierungsarbeiten wieder auf die Kirchsturmspitze der Evangelischen Kirche in Laufersweiler gesetzt. Eingeladen waren alle Bürger von Laufersweiler, gleich welcher Konfession, um dem spannenden Ereignis beizuwohnen.

Wann hat man schon mal die Gelegenheit den Hahn, der mit einer neuen Blattgoldauflage versehen wurde, aus nächster Nähe zu betrachten.
Pfarrerin Sandra Menzel begrüßte alle Besucher, die gekommen waren, um gemeinsam den historischen Anlass gebührend zu feiern.


Die Glocken werden nun wieder läuten

Viele Bürgerinnen und Bürger freuen sich über den Abschluss der Bauarbeiten, denn auch die Glocken, die aus Sicherheitsgründen in den letzten Monaten nicht geläutet wurden, werden nach der Renovierung zu den gewohnten Tageszeiten nun wieder läuten.

Einladung, auch an die Katholische Kirchengemeinde, das Gotteshaus fleißig zu nutzen.

Pfarrerin Menzel lud alle dazu ein das Haus Gottes fleißig zu nutzen, gerade im Hinblick darauf, dass die katholische Kirche aus Sicherheitsgründen zurzeit ebenfalls geschlossen ist und dort auch die Glocken nicht geläutet werden dürfen, galt die herzlichen Einladung ganz besonders auch den katholischen Geschwistern im Glauben.


Symbolik des Hahns
Menzel erklärte die Bedeutung des Hahns. Er sei das Symbol für Petrus, der Jesu dreimal verleugnete, bis am Morgen der Hahn krähte. Der Hahn sei aber auch der Künder des Morgens, der das Licht bringt, aus der Nacht wird Tag. Zudem sei er ein Zeichen für die Auferstehung.

Dank und Lob

Menzel dankte dem Presbyterium mit Andrea Schneider, Hanna Werner und Annette Stumm sowie Albert Echternacht, Gerd Jung, Ralf Mosmann und Erhard Conrad von der Bauleitung und dem Bauausschuss, die in den letzten Wochen und Monaten viel geleistet hätten, damit das Werk so gut gelingen konnte. Dank richtete sie auch an alle beteiligten Baufirmen und Handwerker für die vorbildlich geleistete Arbeit. Auch die Bauleitung hatte nur lobende Worte für die Ausführungen.

Tradition

Bevor der Hahn dann endgültig wieder an seinen angestammten Platz auf die Kirchturmspitze gesetzt wurde, sprach Ralf Mosmann den überlieferten Spruch:

Wir zeigen Euch den Kirchenhahn, der zeigt Euch Wind und Wetter an, von Nord nach Süd, von West nach Ost, dass es Euch ein kleines Trinkgeld kost!“

Mosmann erklärte, dass die Handwerker in früheren Zeiten zu einem solchen Anlass in Zunftkleidung erschienen und es dann auch mal ein zünftiges Gelage gab. Anschließend wurde zwar kein Trinkgeld für die Dachdecker und sonstigen Handwerker gesammelt, vielmehr freute man sich über Spenden für die Sanierung. Nachdem der Hahn seinen Segen bekommen hatte und die ganze Versammlung mit ihm einmal um die Kirche gewandert war, wurde er von vielen bis zur Kirchturmspitze begleitet, wo er nun wieder seinen Platz gefunden hat.

Renovierung im Überblick

Die Innenrenovierung der Kirche wurde bereits Ende 2017 abgeschlossen, nun konnte auch die Instandsetzung des Kirchturmes erfolgreich beendet werden. Um keine weiteren Schäden anzurichten, hatte man vorsorglich auf das tägliche Glockenläuten verzichtet. Ralf Mosmann, der Fachmann vor Ort, hatte zudem festgestellt, dass auch die Schieferabdeckung des Turms erneuert werden musste. Bereits im Frühjahr 2018 nahm der Bauausschuss die Ausschreibungen für den Gerüstbau und die Dachdeckerarbeiten vor. Für das Kirchturmgerüst gab es wenige Anbieter in der Region, welche die Anforderungen an eine solch anspruchsvolle Bauleistung erbringen konnten. Daher war man besonders froh, mit der Firma Günnewig, eine für diese Aufgabe ausgerüstete Firma aus dem hiesigen Raum gefunden zu haben. Bei den Ausschreibungen der Dachdeckerarbeiten gab es dagegen zahlreiche Anbieter, eine Firma aus Bundenbach bekam den Zuschlag, auch der Blitzschutz wurde erneuert. Parallel zu den Dachdeckerarbeiten wurde die Sandsteinsanierung durch eine Fachfirma aus Gösenroth durchgeführt. Zunächst war es durch die gute Konjunktur im Baubereich nicht sicher, ob die Arbeiten noch in diesem Herbst durchgeführt werden konnten, doch es passte alles, so dass noch vor dem Einbruch des Winters die gesamte Maßnahme beendet wurde.

Bitte um Spende

Das Presbyterium bittet um Spenden für die Renovierung. Einzahlungen können an den Ev. Kirchenkreis Simmern-Trarbach, Kirchberg, Verwendungszweck: Kirchenrenovierung Laufersweiler, KSK Rhein-Hunsrück Simmern: DE 71 5605 1790 0011 230927 oder Voba: DE20 5606 1472 0001 0107 70 gerichtet werden.

Der Hahn kommt in Laufersweiler wieder auf den Kirchturm

Die Renovierungsarbeiten am Kirchturm der Evangelischen Kirche in Laufersweiler sind fast abgeschlossen. Aber der Hahn fehlt noch. Der soll nun mit einer kleinen Feierstunde

 

am Samstag, 17. November 2018 um 15 Uhr

 

wieder seinen angestammten Platz einnehmen. Er wird von den Handwerkern wieder auf die Kirchturmspitze gesetzt.

Zu diesem denkwürdigen Anlass lädt das Presbyterium die Laufersweiler Bürger herzlich ein.

 

Die Evangelische Kirche Laufersweiler zählt zu den Wahrzeichen des Dorfes, das Läuten zu den gewohnten Tageszeiten hat vielen Bürgerinnen und Bürgern in letzter Zeit gefehlt. Nach dem Abschluss der Renovierungsarbeiten können die Glocken nun wieder läuten und somit nach der langen Pause ein Stück dörfliche Tradition fortführen.

 

Foto: Gerd Jung

 

Silvester 2017

Alles begann mit einer Pflicht…..

In der Silvesternacht musste sich jemand auf den Weg zur Evangelischen Kirche machen,

um dort zur Mitternacht die Glocken zu Läuten.

Nach der ersten Silvesternacht mehr oder weniger allein an der Kirche kam mir der Gedanke

Im nächsten Jahr all jene einzuladen die nicht allein sein wollen zum Jahreswechsel.

Im 7. Jahr nun ist es schon für viele zur Tradition geworden um Mitternacht an der Kirche zu sein,

um sich dort mit Bekannten aus dem Dorf zu treffen, und dort Gemeinsam statt einsam das neue Jahr zu feiern im Klang der Glocken.

Auch kommen viele neue Gesichter jedes Jahr dazu und viele die an der Kirche vorbeilaufen und dort noch einen Stopp einlegen auf ein Glas Sekt, zu dem jeder Herzlich eingeladen ist.

Danken möchte ich auch denen die immer wieder gerne eine Flasche Sekt mitbringen um Sie mit anderen zu Teilen was auch ein Gefühl von Gemeinschaft ausdrückt.

Nach der schönen Kirchenrenovierung ist nun auch im Inneren der Kirche genügend Platz um dort bei schlechtem Wetter (wie im diesem Jahr) zu feiern.

 

Stefan Münzberger

Adventskonzert und Einweihung der Evangelischen Kirche nach umfassender Renovierung

Mit einem feierlichen Adventskonzert wurde die Einweihung nach der Fertigstellung der Renovierungsarbeiten im Innenraum der Evangelischen Kirche in Laufersweiler gefeiert.

Pfarrerin Sandra Menzel zeigte sich hocherfreut, dass so viele Besucher gekommen und die Kirchenbänke gut gefüllt waren. Mit einem Zitat aus dem Roman „Nachtzug nach Lissabon“ von Pascal Mercier machte sie deutlich, was Kirchen für Menschen sein können:

Ich möchte nicht in einer Welt ohne Kirchen und Kathedralen leben. Ich brauche ihre Schönheit und Erhabenheit. Ich brauche sie gegen die Gewöhnlichkeit der Welt. Ich will zu leuchtenden Kirchenfenstern hinaufsehen und mich blenden lassen von den unirdischen Farben. …. Ich liebe betende Menschen. Ich brauche ihren Anblick. Ich brauche ihn gegen das tückische Gift des Oberflächlichen und Gedankenlosen. Ich will die mächtigen Worte der Bibel lesen. Ich brauche sie gegen die Verwahrlosung der Sprache und die Diktatur der Parolen.“


Die Renovierung der Kirche war notwendig geworden, weil an vielen Stellen der Putz bröckelte und sich feuchte Stellen im Mauerwerk gebildet hatten. Der komplette Anstrich im Innenraum an den Wänden musste nach fachlichen Vorgaben erneuert werden.

Die im neugotischen Stil errichtete Kirche zählt zu den neueren Kirchenbauten im Hunsrück. Vorher gab es ein 200 Jahre währendes Simultaneum mit den Katholiken und damit verbunden die gemeinsame Nutzung der Kirche „St. Laurentius“ in Laufersweiler. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1839 wurde die Kirche von beiden Glaubensgemeinschaften wieder aufgebaut. Doch schon bald gab es Streitigkeiten und die Evangelische Kirchengemeinde entschloss sich zum Bau einer eigenen Kirche die 1893 eingeweiht wurde.

Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Renovierungsarbeiten durchgeführt, die letzte umfassende Renovierung fand 1981 bis 1983 statt. Damals wurde die Maßnahme mit Mitteln der Landeskirche, des Kirchenkreises und der Denkmalpflege bezuschusst. Leider konnte die Kirchengemeinde für die aktuelle Renovierung keine Zuschüsse erhalten.

Sogar die Überlegung eines Abrisses schwebte als „Schreckgespenst“ über der Kirche. Durch den Verkauf des Pfarrhauses wurde eine solide Finanzierung aber dennoch möglich. Auch die Ortsgemeinde Laufersweiler bezuschusste die Renovierungsarbeiten mit 5000 Euro. Ein Bauausschuss kümmerte sich in Übereinstimmung mit dem Presbyterium um eine komplette Innen- und Außensanierung. Die Innenrenovierung umfasste Maler-, Schreiner-, Fliesen-, Maurer- und Verputzarbeiten. Hinzu kamen bauliche Veränderungen. Es wurden Bänke entfernt und in diesem Bereich Fliesen verlegt, dadurch wurde der Chorraum optisch vergrößert, im Bedarfsfall kann er von den Kirchenbesuchern genutzt werden, entsprechende Stühle stehen zur Verfügung. Auch die hinteren Bänke mussten für mehr Freiraum weichen. Anstelle der früheren Holz-Windfangtür im Eingangsbereich wurde eine Glastür installiert, die den Blick in den Innenraum freigibt.

Hannah Werner vom Presbyterium machte in ihrer Dankesrede deutlich, dass dies alles nicht ohne eine beispiellose Nachbarschaftshilfe von drei Gösenrother Gemeindemitgliedern: Erhard Conrath, Gerd Jung und Albert Echternacht, möglich geworden wäre, die sich ehrenamtlich um das gesamte Projekt von der Bauleitung bis hin zur Durchführung kümmerten. Dank ging auch an alle am Bau beteiligten Firmen, an Küsterin Elli Streck und an die Helferinnen und Helfer aus Laufersweiler, die bei den verschiedensten Tätigkeiten mithalfen.

Als nächstes steht die Renovierung des Glockenturmes an, damit in Laufersweiler weiterhin die Glocken läuten können.

Adventskonzert
An der Gestaltung des Adventskonzertes waren ebenfalls viele Menschen aller Generationen beteiligt, um nicht nur die Einweihung feierlich zu gestalten sondern auch um die Weihnachtszeit musikalisch willkommen zu heißen. Auf dem abwechslungsreichen Programm, das mit einem Weihnachtswiegenlied romantisch begann, standen Stücke wie: „Jingle Bells“, „Allemande“, der Blumenwalzer aus dem Ballett „Der Nußknacker“ von Tschaikowsky, „Wenn ich ein Glöcklein wär“, die Volksweise aus den Bergen „Ave Maria“, eine Serenade von Joseph Haydn, „Maria durch ein Dornwald ging“, „Lasst uns lauschen“, „Mondnacht ist“, „Engel auf den Feldern singen“ und weitere Weihnachtslieder sowie die Jodler: „D`s Mueters Jüüzli“ und „S`Chemiferger`s“, um nur einiges aus dem Repertoire zu nennen.

 

 

Mitwirkende: Birgit Wagner (Querflöte), Tina Grünewald (Orgel), Flötengruppen der Musikschule Zervos, Hannah Bonn (Klavier), Gesangstrio: Liselotte Mähringer, Monika Götz, Freimut Stephan; die Hirschbachlerchen, Jodlerinnen: Resa Jensch und Ute Braun sowie der Seniorenchor der Ortsgemeinde Laufersweiler zusammen mit den Hirschbachlerchen.


Für die Sanierung des Glockenturms wird um Spenden gebeten: Ev. Kirchenkreis Simmern-Trarbach: DE71 5605 1790 0011 2309 27 oder Volksbank Hunsrück-Nahe: DE20 5606 1472 0001 0107 70 – Verwendungszweck: Renovierung der Kirche in Laufersweiler

 

Text und Fotos: Gisela Wagner
 

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